Legenot

Symptome: Das Weibchen kann die Eier nicht ablegen und verendet, wenn es nicht umgehend behandelt wird.

Ursachen: Stress, mangelndes Substrat (kein großer Sandhaufen)

Behandlung: Das Weibchen muss vomTierarzt schnellstens behandelt werden. Sind die Eier fertig entwickelt und ausreichend kalzifiziert (verkalkte Schale), genügt die Gabe eines wehen verursachenden Medikaments. Treten Komplikationen auf, muss das Weibchen schnellstens operiert werden

   
    Fressunlust und Abmagerung

Will das Tier nicht fressen, kann dies viele Gründe haben. Aber die genaue Diagnose kann hier nur ein Tierarzt stellen. Man sollte dem Tier aber trotzdem immer was zu fressen an bieten. Bartagamen sind nimmersatt, also auf jeden Fall täglich füttern. Bitte nicht täglich mit Lebendfutter. Das reicht alle 2-3 Tage. Auch eine Wasserschüssel im Terrarium darf nicht fehlen.
Ein geöffneter Rachen heißt nicht immer: „Ich habe Hunger", sondern kann ein Zeichen für eine Erkrankung des Maul-, Lungen oder Rachenbereichs sein.

   
    Nekrose

Nekrose entsteht aufgrund mangelnder Durchblutung von Gewebe. Dadurch führt es zum Absterben dieses Gewebes. Die Ursache dafür ist meistens eine unvollständige Häutung. Wenn sich das Tier schlecht häutet, bleiben hauptsächlich an den Zehen oder/und am Schwanz Hautreste hängen, die das Gewebe darunter abschnüren. Deshalb muss man, wenn sich die Hautreste nicht ablösen, händisch nachhelfen. Die betroffenen Stellen mit Wasser befeuchten und vorsichtig versuchen mit den Fingern abzulösen. Das Tier kann, wenn das Gewebe abgeschnürt wird, die Zehe oder ein Stück des Schwanzes verlieren. Das befallene Gewebe wird durch die Gifte, die diese Entzündung bildet, 'nekrotisch'. Diese Art Entzündung wandert in gesundes Gewebe weiter, wenn nichts unternommen wird. Bildet sich also eine Nekrose, muss schnellstens ein Tierarzt das betroffene Glied (Zehe, Schwanz) amputieren.

   
    Außenparasiten

Zecken

Im Terrarium besteht im Prinzip sehr geringe Gefahr auf Zeckenbefall. Hat man ein Außenterrarium ist die Gefahr sich Zecken einzufangen, für das Tier größer. Hat die Bartagame eine Zecke, kann man diese mit einer Pinzette vorsichtig herausdrehen. Es ist zu raten sich mit dem Tierarzt in Verbindung zu setzen. Die Stichwunde muss eventuell behandelt werden  (Salbe,...)
 

 

Milben

Milben sind winzig kleine Parasiten. Sie saugen Blut. Sie sehen aus wie winzige rote oder braune Punkte. Man kann sie auf der Bartagame sehen. Beim Tierarzt gibt es ein entsprechendes Präparat mit dem man sein Tier behandeln kann. Allerdings muss man natürlich auch das Terrarium und die komplette Einrichtung reinigen. Die Milben sind ja nicht nur im Tier. Sie treiben sich auch im Terra herum. Ein Symptom kann sein, wenn ein Tier ständig an der Terrariumseinrichtung schabt.

    Innenparasiten

Diese sind leider viel schwerer zu entdecken als Außenparasiten. Je nach Parasit können diese Nährstoffmangel oder Blutverlust verursachen. Sie können Körperzellen zerstören, den Darmtrakt blockieren, giftige Substanzen abgeben, Entzündungen verursachen,.... Natürlich schwächen sie auch das Immunsystem.

 

Rundwürmer

Leben im Verdauungstrakt der Bartagame und absorbieren dort bis zu 40% der Nährstoffe. Die Larven können durch den ganzen Körper wandern und dort Infektionen verursachen. Die Eier dieser Würmer kann man im Kot feststellen. Behandlung durch den Tierarzt.

Bandwürmer

Können Mangelernährung , Verstopfung und Störungen der Darmfunktion verursachen.

Fadenwürmer

Leben im unteren Verdauungstrakt und werden meist mit kontaminiertem Wasser übertragen.

Hakenwürmer

Kommen bei Reptilien recht häufig vor. Auch sie leben im Verdauungstrakt. Sie setzen sich dort fest und saugen Blut. Das erste Symptom ist meist blutiger Stuhl. Behandlung durch den Tierarzt.

Eventuelle Symptome: blutiger, schleimiger Kot, zu häufige Kotabgabe, Appetitveränderungen, vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, sichtbare Würmer im Kot, Verhaltensenderungen (z.B. das Tier wird aggressiver, ist nicht mehr so aktiv).

    Maulfäule

Ist schwer zu heilen. Im Maul bilden sich Schwellungen und Eitertaschen. Symptome sind starker Speichelfluss und gerötete Mundschleimhäute. Maulfäule kann durch zu weiche Ernährung (zu viele Früchte) auftreten, auch durch Verletzungen der Schnauze. Es kann auch eine Begleiterscheinung bei Stoffwechselstörungen sein.

   
    Durchfall
   

Kann viele Ursachen haben. Wenn der Durchfall länger anhält (mehr als 2 Tage), auf jeden Fall zum Tierarzt um die Ursachen festzustellen.

    Erbrechen

Kann z.B. durch Darmverstopfung, Nierenversagen oder Vergiftungen auftreten. Es sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden.

   
    Lähmungen

Lähmungen können durch zu große Beutetiere verursacht werden. Diese können auf die Nerven im hinteren Körperteil Druck ausüben und dadurch Lähmungen verursachen oder das Nachziehen der Beine bewirken. Behandlungsmöglichkeit gibt es dafür eigentlich keine. Man kann es allerdings verhindern, indem man angemessene Beute anbietet. In der Regel sagt man, das die Beute maximal der Mundbreite der Bartagame entsprechen sollte.

   
   
   
   
   
   
   
<<< zurück zu Seite 1

Link: TIERARZT